Was ist Neurofeedback?

Neurofeedback ist eine computergestützte Trainingsmethode, bei der dem Patienten ausgewählte Parameter der eigenen Gehirnaktivität, über die man für gewöhnlich keine Wahrnehmung hat, wahrnehmbar gemacht werden. Dafür bekommt das Gehirn über Monitor und Lautsprecher gespiegelt, was es gerade tut (Feedback).

Durch diese Rückmeldung lernen die Patienten ihre Gehirnaktivität selbst besser zu regulieren. Viele Krankheiten, Störungen oder ungewollte Verhaltensmuster sind auf Fehlregulierung der Gehirnaktivität zurückzuführen. Mit Neurofeedback können Patienten lernen, diese Fehlregulationen besser auszugleichen und zu mehr Funktionsfähigkeit zu finden.

Beispiel Aufmerksamkeit: Wer in der Schule nicht aufpasst, bekommt das früher oder später zu hören oder zu spüren. Leider immer viel zu spät. Im EEG können kurze Phasen der Unaufmerksamkeit sofort detektiert und zurückgemeldet werden. Bis zu 2000 Mal in einer Neurofeedback-Trainingssitzung. Über die Zeit soll das Gehirn lernen, den aufmerksamen Zustand zu halten. Ziel des Neurofeedback-Trainings ist, dass das Gehirn lernt, einen angemessenen Zustand einzunehmen und diesen auch halten zu können. Wir sagen auch, mit Neurofeedback soll die Selbstregulierungsfähigkeit des Gehirns verbessert werden.

 

So funktioniert Neurofeedback

Der Ablauf des Trainings sieht so aus: Elektroden werden am Kopf platziert und die Gehirnströme werden gemessen. Am Monitor erhalten die Kinder das Feedback. Das Protokoll wird in der Software eingestellt und wenn die Kinder es schaffen, ihre Gehirnaktivitäten entsprechend zu steuern, erhalten sie eine „Belohnung“ (Wirkprinzip der operanten Konditionierung). Der Film, der als Feedback eingestellt wurde, läuft. Wenn der Film stockt, muss das Kind seine Gehirnaktivitäten so steuern, dass der Film wieder weiter läuft.

Delta 1-3 Hz Tiefschlaf, Hypnose,
Theta 4-7 Hz Müdigkeit, Unaufmerksamkeit, tiefe Entspannung
Alpha1 8-9 Hz Entspannter Zustand
Alpha2 10-12 Hz Entspannter Zustand, Aufmerksamkeit
Beta1 13-17 Hz Gute Aufmerksamkeit, motorische Ruhe
Beta2 18-30 Hz Sehr gute Aufmerksamkeit, Informationsverarbeitung
Beta3 31-40 Hz Anspannung
Beta4 41-50 Hz Anspannung (Panik, Muskelartefakte)

Die Geschwindigkeit, bzw. genauer die Frequenz, wird in der Einheit Hertz (Hz) gemessen und gibt an, mit wie vielen Schwingungen pro Sekunde ein bestimmter Prozess abläuft.

 

Das Ziel von Neurofeedback

Wissenschaftler des Instituts für Medizinische Psychologie konnten nachweisen, dass Neurofeedback zu positiven und dauerhaften Veränderungen führen kann:

  • Erhöhung der Stresstoleranz
  • Verbesserung der Lern- und Abruffähigkeit
  • Verbesserung der Aufmerksamkeit
  • Selbstbeherrschung durch Selbst- und Impulskontrolle
  • Zunahme der Konzentrationsfähigkeit
  • Signifikante Effekte bei den Kernsymptomen Impulsivität und Hyperaktivität
  • Das Chaos im Kopf nimmt ab
  • Verbesserung der Strukturierungsprozesse im Gehirn
  • Verbesserung des Allgemeinbefindens
  • Bessere Integration des Geistes und Körpers
  • Steigerung der Selbstsicherheit / Assertion
  • Entwicklung des Selbstbewusstseins
  • Entwicklung emotionaler Intelligenz

 

Bei folgenden Symptomen kann Neurofeedback wirksam sein

In unserer kinderpsychiatrischen Praxis in Oldenburg bieten wir das klassische Frequenzbandtraining an. Dies wird speziell bei diesen Symptomen angewendet:

  • Konzentrationsproblemen
  • Stimmungsschwankungen
  • Impulsivität
  • Unaufmerksamkeit
  • Desorganisiertheit
  • Ablenkbarkeit
  • Innere Unruhe
  • Aufmerksamkeitsstörung AD(H)S
  • Schlechter Schlaf

Entstehen Kosten für Atteste und Briefe?

Die Kosten für die Behandlungen trägt die zuständige Krankenkasse.

Ärztliche Atteste und Briefe, die nicht an den behandelnden Arzt bzw. auf Verlangen der Krankenkasse erstellt werden, sind gebührenpflichtig und werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen nicht erstattet.
Dafür müssen wir folgende Beiträge erheben:

  • Arztbrief/ausführliches Attest: ab 5,36 € - ca. 30,00 €
  • Gutachten je nach Aufwand:  ab 35,00 € - ca. 160,00 €
  • Fahrtkostenbescheinigung: 5,36 €
  • Nachteilsausgleich: 15,15 €
  • Fotokopien pro Seite auf eigenen Wunsch: 0,50 €

Tipps für getrennt lebende Eltern

 

Liebe Eltern,

die Trennung von Mutter und Vater bedeutet einschneidende Veränderungen in dem Gefühlsleben des Kindes.

Für den Umgang mit Ihrem Kind empfehlen wir Ihnen folgende Punkte, die viele Kinder ihren Eltern in dieser schwierigen Situation gerne ans Herz legen würden:

  • Vergesst nie: Ich bin das Kind von Euch beiden. Ich habe jetzt zwar einen Elternteil, bei dem ich hauptsächlich wohne und der die meiste Zeit für mich sorgt, aber ich brauche den anderen genauso.
  • Fragt mich nicht, wen von Euch beiden ich lieber mag. Ich habe Euch beide gleich lieb. Macht den anderen also nicht schlecht vor mir, denn das tut mir sehr weh.
  • Helft mir, zu dem Elternteil, bei dem ich nicht ständig bin, Kontakt zu halten. Wählt für mich die Telefonnummer, wenn ich anrufen möchte oder schreibt die Adresse auf einen Briefumschlag, wenn ich ein Bild für meinen anderen Elternteil gemalt habe. Helft mir, zu Weihnachten oder zum Geburtstag ein schönes Geschenk für meinen anderen Elternteil zu basteln oder zu kaufen. Macht von den neuen Fotos von mir immer einen Abzug für meinen anderen Elternteil mit.
  • Redet miteinander wie erwachsene Menschen. Ihr seid schließlich meine Vorbilder. Bitte benutzt mich nicht als Boten zwischen euch – besonders nicht für Botschaften, die meinen anderen Elternteil traurig oder wütend machen.
  • Verplant nie die Zeit, die mir mit meinem anderen Elternteil gehört. Ein Teil meiner Zeit gehört meiner Mutter und mir, ein Teil meiner Zeit meinem Vater und mir. Haltet euch bitte daran.
  • Seid nicht traurig, wenn ich euch verlasse und zu meinem anderen Elternteil gehe. Der, von dem ich weggehe, soll auch nicht denken, dass ich es in den nächsten Tagen schlecht hätte. Am liebsten würde ich ja immer bei euch beiden sein, aber ich kann mich nicht in zwei Stücke reißen, nur weil ihr euch getrennt habt.
  • Seid nicht enttäuscht oder böse, wenn ich bei meinem anderen Elternteil bin. Ich vergesse keinen von euch, auch wenn ich mich dann nicht melde. Ich habe jetzt zwei Zuhause und die muss ich gut auseinander halten, - sonst kenn ich mich in meinem Leben überhaupt nicht mehr aus.
  • Gebt mich nicht wie ein Paket vor der Haustür meines anderen Elternteils ab. Bittet den Anderen für einen kurzen Moment rein und redet darüber, wie ihr mein schwieriges Leben einfacher machen könnt. Wenn ich abgeholt oder gebracht werde, gibt es kurze Momente, in denen ich euch beide habe. Zerstört das nicht dadurch, dass ihr euch anödet oder zankt.
  • Lasst mich vom Kindergarten oder bei Freunden abholen, wenn ihr den Anblick meines anderen Elternteils nicht ertragen könnt. Aber denkt daran: Ich liebe diesen Anblick. Also verhindert nicht, dass ich meinen anderen Elternteil sehe.

Was ist Legasthenie?

Liebe Eltern,

bei Ihrem Kind wurde im Rahmen unserer Untersuchungen eine Lese-Rechtschreibschwäche/-Legasthenie festgestellt. Ergänzend für Sie haben wir im Folgenden nochmals wesentliche Informationen zusammengestellt:

Unter Legasthenie versteht man eine Teilleistungsschwäche, bei der durch teilweise erblich bedingte Besonderheiten der Informationsverarbeitung im zentralen Nervensystem die Voraussetzungen für das Erlernen des Lesens und Rechtschreibens im Vergleich zur Altersgruppe und zur sonstigen Begabungsausstattung des Kindes ungünstiger entwickelt sind. In unterschiedlichem Ausmaß können die Lauterkennungen, die Laut-Buchstabenzuordnung, die Erfassung von Grundelementen des Wortaufbaus sowie das Kurzzeitgedächtnis für Sprache betroffen sein, in selteneren Fällen auch die Formerfassung von Buchstaben. Art und Ausmaß der Beeinträchtigung können von Kind zu Kind sehr verschieden sein. Außerdem beeinflussen zusätzliche Faktoren wie die Fähigkeit zur Aufmerksamkeitssteuerung, die Lernmotivation, die Lernumstände in Schule und Elternhaus sowie nicht zuletzt ausgleichende und entlastende Einflüsse den Schweregrad der Störung und die subjektive Belastung des Kindes.

Die Legasthenie ist nicht das Ergebnis allgemeiner Intelligenzminderung des Kindes. Sie ist auch nicht Folge von Faulheit, falscher elterlicher Erziehung oder eines schlechten Lese-/Rechtschreibunterrichtes. Legasthenie ist keine Frage der Schuld des Kindes, der Eltern oder der Lehrer. Aber das Kind mit Legasthenie ist auf Verständnis und Unterstützung, insbesondere von Eltern und Lehrern, angewiesen. Bei einer ausgeprägten Lesestörung kann die Aneignung von Sachwissen, bei einer Rechtschreibschwäche die schriftliche Wiedergabe des Gelernten, besonders unter Zeitdruck, beeinträchtigt sein. Hierdurch kann, im Zusammenwirken mit psychischen Faktoren mitunter fälschlicherweise der Eindruck einer allgemeinen Lernschwäche entstehen.

Bei einer Legasthenie können zusätzliche Begleit- oder Folgestörungen auftreten und die persönliche Situation sowie die Lernsituation weiter erschweren. Vorbestehend sind häufig Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung festzustellen. Bedingt durch schulische Misserfolge kann es zu einer Störung im Selbstwerterleben kommen, die sich nach außen in Schul- und Versagensängsten, gedrückter Stimmung und anderen depressiven Symptomen äußern kann. Ferner kann es zu Schwierigkeiten bei der sozialen Integration und einer Verweigerungshaltung kommen, die häufig besonders die Hausaufgabensituation belastet. Überdurchschnittlich häufig ist ein Zusammentreffen von Legasthenie- und Hyperaktivitäts-/Aufmerksamkeitsstörung festzustellen.

Als Eltern können Sie Ihr Kind unterstützen  in dem Sie Geduld aufbringen, ihm helfen, sich nicht unter Druck zu setzen, sein Bemühen und kleine Fortschritte anerkennen und ihm helfen, sein  Problem selbst zu verstehen und zu akzeptieren. Ferner braucht es Rückhalt und Ermutigung bei der Bewältigung von Misserfolgen.
Außerdem sollten Sie sich aktiv um eine gute Zusammenarbeit mit der Lehrkraft und ggf. der/dem Legasthenietherapeuten/in bemühen. Bei aller spezifischen Förderung wird es darauf ankommen, dass Ihr Kind insgesamt den Mut zum schulischen Lernen und die Freude an der Schule nicht verliert.

In diesem Zusammenhang ist besonders wichtig, dass Sie ein Gleichgewicht zwischen schulischen Belangen und den anderen wichtigen Erlebnis- und Erfahrungsbereichen Ihres Kindes finden und sich immer wieder klar machen, dass Schulleistungen für die Lebensbewältigung und Zufriedenheit Ihres Kindes nicht allein ausschlaggebend sind. Die damit gewonnene Entlastung ist für Sie und Ihr Kind erfahrungsgemäß ein wesentlicher Teil  der Problembewältigung. Dies bedeutet auch, dass Sie für Ihr Kind möglichst viele Bereiche schaffen, in dem es sich wohlfühlt, Fähigkeiten zeigen und Selbstvertrauen entwickeln kann. Wünschenswert sind Tätigkeiten und Hobbies, bei denen Ihr Kind ohne Leistungsdruck Erfolge erzielen kann und die Erfahrung macht, dass es gebraucht und geachtet wird.
Bei den Hausaufgaben gilt es, ein akzeptables Maß zu finden. Wegen der zu überwindenden Unlust und den Rechtschreibproblemen kosten die schriftlichen Hausaufgaben oft mehr Zeit als für Sie und Ihr Kind verkraftbar ist. Neben einer Aufteilung in Portionen und Abwechslung mit nichtschriftlichen Arbeiten ist es in vielen Fällen sinnvoll, nach Rücksprache mit den Lehrkräften eine Zeitbegrenzung für schriftliche Arbeiten festzulegen. Wegen der günstigeren Korrekturmöglichkeiten kommt insbesondere bei älteren Kindern eine Abfassung schriftlicher Arbeiten am Computer in Frage.

Innerhalb der Schule kann die Unterstützung Ihres Kindes im Wesentlichen durch Förderung, Entlastung und einen Nachteilsausgleich erfolgen. 

Die Richtlinien des Legasthenie-Erlasses Niedersachsens beinhalten als entlastende Maßnahmen für die Jahrgangsstufen 3 und 4 eine Notenbefreiung sowie individuell zugeschnittene Lernkontrollen im Lesen und Rechtschreiben. In Klasse 5 und 6 muss benotet werden, bei der Beurteilung von Aufsätzen im Fach Deutsch und bei schriftlichen Arbeiten in den Sachfächern darf sich die Rechtschreibfehlerzahl jedoch nicht in den Zensuren niederschlagen. Bei sonst angemessener Gesamtleistung dürfen Schwierigkeiten im Rechtschreiben allein kein Grund sein, einen Schüler nicht zu versetzen oder ihn vom Besuch weiterführender Schulen auszuschließen.
Die Entscheidung über Fördermaßnahmen wird von der Klassenkonferenz in Abstimmung mit dem Schulleiter beschlossen und können eine besondere Unterstützung im Unterricht (sog. innere Differenzierung) sowie Teilnahme an einem Förderkurs beinhalten. Dies gilt auch für Kinder, die die Schule für Lernbehinderte besuchen. Maßnahmen des Nachteilsausgleichs sind im Erlass nicht ausdrücklich festgelegt, aber  auch nicht ausgeschlossen. In Anwendung des Beschlusses der Kultusministerkonferenz vom Dezember 2003 empfehlen sich hier insbesondere die stärkere Gewichtung mündlicher Leistungen, die Ausweitung der Arbeitszeit z. B. bei Klassenarbeiten sowie die Bereitstellung von technischen und didaktischen Hilfsmitteln (z. B. PC’s, Diktiergeräten).
Als spezifischste Maßnahme empfiehlt sich die Einleitung einer Legasthenietherapie. Hierfür gibt es mittlerweile gut ausgearbeitete und überprüfte Konzepte, die gezielt dort  ansetzen, wo beim jeweiligen Kind die Probleme liegen und ihm systematisch Erfolgserlebnisse ermöglichen. Daneben wird versucht, die psychologischen Lernvoraussetzungen zu verbessern und Ihnen als Eltern Unterstützung bei der Förderung Ihres Kindes anzubieten. Über das Jugendamt kann im Rahmen der Eingliederungshilfe nach §35 a KJHG eine finanzielle Förderung beantragt werden. Hierfür wird von Ihnen und der Schule die Bearbeitung eines umfangreichen Fragebogens erwartet. Die erforderlichen Untersuchungen können durch einen speziell qualifizierten Facharzt/Psychologen durchgeführt werden, dessen Befunde/Stellungnahme einer eigens eingerichteten Fachstelle vorgelegt werden müssen. Alternativ können auch dort die notwendigen Untersuchungen durchgeführt werden, wenn Sie dies wünschen. Nach §14 SGB IX sind hierfür Bearbeitungsfristen von insgesamt 5 Wochen ohne bzw. 6 Wochen bei Einholung weiterer Gutachten gesetzlich festgelegt. Entscheidend für die Gewährung von Eingliederungshilfe ist im Übrigen nicht das Vorliegen der Legasthenie als solcher, sondern die Feststellung, dass die seelische Gesundheit des Kindes „mit  hoher Wahrscheinlichkeit länger als 6 Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht und daher seine Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist“. Hinweise darauf können (abzusehende) soziale Integrationsprobleme, aber auch eine ansonsten zu erwartende nicht begabungsgemäße Sonderschule einen Ausschlussgrund darstellt, finden sich im Gesetz nicht. Wichtig ist noch, dass die Therapien innerhalb von 6 Monaten nach Bewilligung beginnen müssen (ansonsten ist eine neue Antragstellung erforderlich) und aus Kostengründen möglichst von Beginn an, spätestens aber nach der 40. Stunde als Gruppentherapie durchgeführt werden sollen. 


Umgang mit Kindern mit ADHS

Mit folgenden Tipps wollen wir Ihnen helfen, Ihr ADHS-Kind zu unterstützen:

 

Positive Motivation

  • stets darauf achten, dass man sich positiv, d. h. freundlich, liebevoll und motivierend gegenüber dem Kind verhält
  • nicht nur Erfolge, sondern bereits die Anstrengungsbereitschaft loben
  • grundsätzlich immer nur auf eine Sache eingehen oder eine Handlung einfordern, nicht gleich mehrere
  • dem Kind keine Fehler aus der Vergangenheit vorhalten oder diese auffrischen, da dies auf das Kind demotivierend wirkt und eine negative Grundeinstellung hervorruft
  • Stärkung des Selbstbewusstseins des Kindes durch die Übertragung sinnvoller Aufgaben
  • die positiven Eigenschaften des Kindes nutzen
  • an Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft und Gerechtigkeitssinn appellieren
  • die Kontakte des Kindes mit Gleichaltrigen fördern (oft kapselt sich das Kind ab aus Angst, unbeliebt zu sein)

 

Strukturierung

  • den Tag/ die Woche strukturieren und planen (genaue Uhrzeiten für einzelne Handlungen festsetzen/ was wird wann wo getan)

 

Sicherheit (klare Regeln und Rollen)

  • klare Verhaltensregeln zusammen mit dem Kind festlegen (evtl. schriftlich fixieren), Konsequenzen (nicht strafen!) bei Nichteinhaltung formulieren
  • Einführung des Punktesystems
  • Vergabe von „Belohnungspunkten“ oder nach Absprache mit dem Therapeuten Rückmeldungen für bestimmte Handlungen, bei Erreichen einer bestimmten Anzahl von Punkten (Smileys) besondere Belohnung/ kleines Geschenk für das Kind
  • dafür sorgen, dass sich alle Erziehungs- und Bezugspersonen im Hinblick auf die Erziehung des Kindes einig sind (Kommunikation mit den Lehrern)

 

Klare, einfache Kommunikation

  • grundsätzlich mit dem Kind in fester, ruhiger und bestimmter Art sprechen („freundlich, aber bestimmt“) – nicht ironisch, zynisch oder aggressiv
  • in der Kommunikation häufig auch mit nonverbalen Mitteln arbeiten, z.B. kurzes Berühren an der Schulter (dies löst eine Orientierungsreaktion beim Kind aus)
  • mit kurzen Feedbacks arbeiten („okay“, „gut“, „Stopp!")
  • stets einen klaren Standpunkt vertreten und diesen beibehalten, vor allem bei Anweisungen
  • über Konflikte, bzw. einen Streit, nicht unmittelbar nach Beendigung diskutieren, da sonst die Erregung sofort wieder steigt – lieber den Konflikt durch Schaffen von Fakten und Setzen von Regeln beenden
  • genereller Tipp beim Einfordern von Regeln:
    sich vorstellen, dass man dem Kind eine wichtige Regel im Straßenverkehr erklärt – dann drücken eigene Mimik, Tonfall und Gestik eine eindeutige Entschlossenheit aus

 

Tipps für die Hausaufgaben

  • eine feste Zeit vereinbaren
  • eigener, aufgeräumter und ungestörter Arbeitsplatz
  • ein Hausaufgabenheft anlegen und kontrollieren
  • Hausaufgaben in überschaubare Lerneinheiten einteilen, kurze Pausen einlegen
  • nur Wesentliches einfordern, Kleinigkeiten übersehen (z.B. unordentliche Handschrift)
  • mit leichten Aufgaben beginnen, dann die schwierigen, zum Schluss wieder leichtere
  • das Kind loben, wenn es Fehler macht – keine Kritik üben
  • kein überflüssiges Reden
  • nach Fertigstellung der Hausaufgaben das Kind den Ranzen für den nächsten Tag packen lassen

 

Wir sind für Sie da!

Problemfelder

  • Schulleistungsstörungen
  • Seelische Verletzungen (Traumatisierungen)
  • Depressionen
  • Psychosen
  • Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)
  • Angst- und Zwangserkrankungen
  • Essstörungen
  • Beziehungs- und Bindungsstörungen
  • Körperliche Symptome als Ausdruck seelischer Not
  • Aufmerksamkeitsstörungen mit/ohne Hyperaktivität
  • Entwicklungsstörungen
  • Lese-Rechtschreibschwäche
  • Störungen des Sozialverhaltens

Methoden und Therapien

  • Kinder- und jugendpsychiatrische Gesprächs- und Spieltherapie
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Psychotherapiegruppen zur Verbesserung der sozial-emotionalen Kompetenz, Selbstsicherheit, Stressbewältigung, Selbststeuerung
  • Autismustherapie
  • Teilleistungsförderung
  • Entspannungsverfahren (z. B. Autogenes Training, progressive Muskelrelaxation)
  • Neurofeedback
  • Familienberatung, Familientherapie (Kurzzeittherapie)
  • Behandlung von Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen, ADHS
  • Medikamentöse Psychopharmakotherapie

Therapeuten in unserer Praxis

  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
  • Lerntherapeuten
  • Gesprächstherapeuten
  • Diplom-Pädagogen
  • Ergotherapeuten
  • Logopäden
  • Psychotherapeuten
  • Heilpädagogen
  • Sozialpädiater
  • Heilpraktiker für Psychotherapie
  • Dyskalkulie- und Lese-Rechtschreib-Therapeuten
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